Folge 559: Es darf mal wieder USA sein

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Hallo zusammen,

heute gibts mal wieder Rotwein. Rotwein aus den USA. Die Kamerafrau hatte mal wieder Lust auf Primitivo, und da dachte ich mir, dass in dem Fall ein Zinfandel aus den USA vielleicht nicht schlecht wäre. Was heiße einer. Es wurden dann doch zwei interessante Vertreter dieser Rebsorte aus Kalifornien. Also viel Spaß dabei.

Francis Coppolla Dry Creek Valley Director’s Zinfandel 2013. 44 von 50 Wernerpunkten
Duckhorn Decoy Sonoma County Zinfandel 2014. 43 von 50 Wernerpunkten

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10 Antworten auf „Folge 559: Es darf mal wieder USA sein“

  1. Die Folge hat Spass gemacht, schöne Einwürfe der Kamerafrau.

    Grundsätzlich gibt es aus den USA schon sehr gute Weine, mir persönlich fehlt da irgendwo das „Interesse“ oder vielleicht besser die Begeisterung für die Weinregion, um die üblichen 10 – 12 Euro Importaufschlag zu zahlen, aber das ist bei Dir zum Glück ausgeprägt vorhanden, in sofern freue ich mich jeweils über Eindrücke von US-Weinen, die ich nicht kenne und vermutlich auch nie trinken werde.

    1. wernervino – Hier geht es um Wein, das Probieren eines Weines und das Leben an sich. Was kann man gut finden? Welchen Wein sollte man trinken und welchen nicht? Wir benutzen ein 50 Punktesystem, um die Weine zu beschreiben, die wir hier auf diesem Blog vorstellen.
      wernervino sagt:

      Manchmal lohnt sich der Aufpreis. Mir macht es schon hin und wieder Spaß.

  2. +1 was die Vorliebe für Weine aus den USA betrifft. Insofern gefallen mir Folgen mit diesem Thema grundsätzlich gut ;).
    Was den Importaufschlag betrifft, ist dieser bei einigen Händlern/Importeuren je nach EUR/USD Wechselkurs und abhängig vom jeweiligen Weingut gar nicht so groß. Teilweise konnte ich hier schon Weine von ziemlich „gehypten Weingütern“ kaufen, die in den USA teurer angeboten wurden. Das liegt u.a. auch daran, dass einige (der guten) Winzer irgendwie „stolz darauf sind“, dass ihre Weine auch in Europa zu finden sind – Absatzprobleme im eigenen Land habe die nicht.

    Wikipedia sagt, dass die Kamerafrau den richtigen Riecher hatte im Bezug auf die Herkunft des Namens „Zinfandel“:
    „Um 1825 importierte der Rebschulenbetreiber George Gibbs aus Long Island die Sorte mit verschiedenen anderen aus Wien (Gumpoldskirchen) in die USA. Aus dieser Zeit stammt vermutlich der Name Zinfandel, da einige Autoren vermuten, dass bei den Sendungen aus Österreich die Bezeichnung des ‘Zierfandler’ irrtümlich einem Paket Crljenak Kaštelanski zugeordnet wurde.“
    (Primitivo und Zinfandel sind eigentlich Crljenak Kaštelanski und stammen aus Kroatien)

    1. wernervino – Hier geht es um Wein, das Probieren eines Weines und das Leben an sich. Was kann man gut finden? Welchen Wein sollte man trinken und welchen nicht? Wir benutzen ein 50 Punktesystem, um die Weine zu beschreiben, die wir hier auf diesem Blog vorstellen.
      wernervino sagt:

      Da wird sicher auch mal wieder was anderes aus Übersee kommen. Vielleicht USA (obwohl die Chardonnays noch brauchen), vielleicht aber auch Australien.
      Sie hat des am Abend auch noch nachgeschaut und auch noch gesagt. Wieder was gelernt.

  3. Auch wenn ich selber kaum den Drang verspüre, mein Geld in Überseeweinen anzulegen (auch wenn ich schon einige bemerkenswerte Sachen von dort im Glas hatte, vor allem vor Ort), ist so ein Blick über den Tellerrand häufig recht spannend. Dennoch bleibe ich dann doch vorwiegend den Sachen aus meiner „näheren“ Umgebung treu, wobei „näher“ aufgrund weintechnisch nicht optimaler Wohnortwahl erst bei 150 km anfängt… 🙁

  4. Bei den hier aufgerufenen Preise verzichte ich lieber zu Gunsten einheimischer (große) Gewächse oder österreichischer Lagenweine. Es ist schon komisch: wenn z.B. FX Pichler über dreißig Euro für einen Lagen-Smaragd aufruft, ist der erste Reflex „so teuer“ – bei Überseeweinen akzeptiert man dagegen, dass „Annehmbares“ erst ab 20 EUR losgeht und „Besseres“ schnell über 30 EUR liegt.

    1. Kann ich nachvollziehen – wobei ich bei deutschen und österreichischen Weinen in der 30+ Euroklasse nicht automatisch „so teuer“ denke – kommt auch hier immer darauf an. Weine aus den USA (zumindest solche die man hier kaufen kann) sind entweder relativ günstige Industrieweine, die im besten Fall total langweilig und austauschbar sind, oder verhältnismäßig teuer (gibt aber schon was unter 20 Euro).
      Das muss man nicht gut finden und auch nicht „mitmachen“ aber ich finde, man verpasst bestimmt genauso viel, wie wenn man deutsche oder österreichischen Weine für über 20 oder 30 Euro grundsätzlich „boykottiert“.
      Die Gründe für diese Preise bei US-Weinen sind eigentlich nachvollziehbar (wenn auch nicht sehr schön) – hier fehlt beim Wein die preisliche Mittelschicht also ein bisschen der Spiegel der Gesellschaft. Auch was die Wertschätzung für Lebensmittel (bewusste Ernährung) betrifft, ist Wein ein bisschen der Spiegel der Gesellschaft in Amerika – „Industrie-Junkfood“ vs „Feinkost“ (oftmals sehr aufwendig, von kleinen Betrieben produziert, Demeter, etc.).
      Allerdings habe ich gerade in letzter Zeit häufiger gelesen bzw. gehört, dass sich auch bei den bekannten deutschen Weingüter die Gutsweine und die Lagenweine (GG‘s) deutlich besser verkaufen als die Ortsweine – also auch: entweder günstig oder Spitzenklasse. Vielleicht will auch hier „die Mitte“ keiner mehr haben oder der Markt für die Mitte wird kleiner……

      1. …das beobachte ich bei mir selbst auch oft. Wenn ich bei einem Winzer das ganze Sortiment durchprobiere (oder einen großen Teil davon), dann denke ich mir am Ende häufig, daß ich lieber ein paar Euronen mehr für die Lagen- oder „Selektions-“ Weine investiere als bei den -häufig auch sehr guten- Ortsweinen zu bleiben. Das wird mir wahrscheinlich in ein paar Wochen in Südtirol wieder genauso gehen…

        1. Gutsweine für die gesellige Runde mit nicht besonders weinaffinen Gästen, Lagenweine zum beobachten und genießen. Ortsweine habe ich nur in Ausnahmefällen im Keller. Da fehlt mir oft auch die klare Differenzierung zum Gutswein (außer der Preis).

          Scheinbar hat das Konzept aber durchaus Erfolg, da inzwischen auch das Kamptal diese Klassifizierung übernommen hat.

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