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Herzlich willkommen im Wiener Kochstudio.

Heute gibt es Risotto Milanese in seiner ursprünglichen Form, mit Rindermark. In den 80er Jahren hat der italienische Spitzenkoch Gualtiero Marchesi Geschichte mit seiner Version der famosen Köstlichkeit aus der Modehauptstadt geschrieben, indem er Blattgold als Deko verwendete. Das machen wir heute net, da wir den aktuellen Goldpreis kennen. Das Rezept ist gar nicht so schwer. Brühe, Risottoreis, Parmesan, Safran, Rindermarkscheiben, Zwiebeln und BUTTER. Denn ohne Butter läuft hier nix. Immer gut schmieren. Dazu braucht es einen nebeligen Wein aus dem Piemont. Am Besten einen Barolo, aber Barbaresco geht auch.
Die Nebbiolo-Traube gilt als eine der edelsten Rotweintrauben der Welt. Heute probieren wir von einem relativ kleinen Erzeuger, Luigi Pira, einen Wein aus der Lage Marenca, der sich mit den Celebrità aus dem Gebiet messen kann. Die Säure ist herrlich pikant und sorgt dafür, dass sich das lieblichen Bauchansatz erzeugende Gericht, mit dem König der Weine und dem Wein der Könige zu einem Crescendo mit lukullischer Klimax entwickelt.

Buon appetito.

Luigi Pira Marenca Barolo 2015. 47 Wernerpunkte

 

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