Herzlich willkommen zur heutigen Spätburgunderverkostung!
Deutscher Spätburgunder ist mittlerweile auch international eine nachgefragte Größe. In zahlreichen Kommentaren sind wir gebeten worden, Weine bis zu einem Preislimit um die 35 Euro zu probieren.
In Deutschland sind wir damit im Ortsweinbereich. Also haben wir beschlossen Blindverkostungen von Spätburgundern in dieser Preisrange zu machen. Um es noch etwas interessanter zu gestalten haben wir einige Piraten eingebaut. Internationale Pinot Noirs in derselben Preisgruppe, um zu sehen, wie sich deutscher Spätburgunder im internationalen Bereich schlägt.
Heute also der erste Flight und es werden weitere folgen.
heute gibt es eine weitere Classic-Folge im Januar. Ein Highlight für uns in den letzten Jahren, war auf jeden Fall unsere Fahrt nach Schweigen 2024. Dort haben wir unter anderem Friedrich Becker treffen können und haben tolle Weine probieren und einen sympathischen Pfälzer kennenlernen dürfen.
Hier der Text von 2024:
Herzlich willkommen zum heutigen On-Tour!
Wir sind in Schweigen, ein paar Schritte von der französischen Grenze entfernt. Das Weingut Friedrich Becker hat Spätburgundergeschichte geschrieben. Der „Alte Fritz“, Friedrich Becker, hat den Traum einen Wein wie Romanée-Conti zu erzeugen. Die Böden und das Klima sind sich sehr ähnlich, wobei ein Großteil der Spitzenlagen auf der französischen Seite der Grenze liegen. Die Fünf Freunde haben dabei die Südpfalz zu einem Elysium für Vinophile aus der ganzen Welt gemacht. Fritz Becker nimmt sich die Zeit das Ausnahmeweingut vorzustellen, und wir durften das Sortiment gustieren. Es zeigt sich abermals, dass die großen Weine auch von großen Persönlichkeiten gemacht werden. Sehr bodenständig und sympathisch. Das Weingut: sehr traditionell, gemütlich ohne neumodischen Schnickschnack und Designerkühle. Für uns ein großes Erlebnis, für das wir Danke sagen.
2025 geht heute zu Ende und zu Beginn des kommenden Jahren wollen wir es etwas ruhiger angehen lassen. Da wir beide aus persönlichen Gründen ziemlich viel zu tun haben, haben wir uns entschlossen diesen Januar nur am Sonntag frische Wernervino-Folgen zu präsentieren. Am Mittwoch wie schon heute wollten wir euch ein paar ältere Folgen zeigen, die wir als sehr gelungen empfanden und wollen sie euch nochmals empfehlen zu schauen.
Am besten heute Abend ein paar Sektkorken knallen lassen, als zu böllern und dabei diese tolle Folge von uns anschauen. Wir wünschen euch alles Gute für 2026. Bleibt uns treu und empfehlt diesen Blog weiter. Wir werden uns auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder alle Mühe geben, euch tolle Weine zu und Winzer und anderes zu zeigen.
Hier der Text von Folge 1000:
Heute ist ist soweit. Zehn Jahre Wernervino und Sendung 1000.
Anfangs haben wir gar nicht damit gerechnet, dass es so viele Sendungen werden könnten. Das Thema Wein ist so wunderbar unendlich und fasziniert uns jeden Tag aufs neue. Eigentlich hat sich an unserem Konzept nix geändert. Wir stellen nur Weine vor, die uns schmecken und die wir empfehlen können. Es wird kein Wein verrissen, sondern dann einfach nicht vorgestellt. Wir glauben, dass dies fair gegenüber VerbraucherInnen und WinzerInnen ist. Hinter dem Konzept stehen wir.
Normalerweise stellen wir ja immer die Fragen an die WinzerInnen. Diesmal werden wir ein bisschen ins Kreuzverhör genommen und wir werden nach besten Wissen und Gewissen die Fragen über uns beantworten.
Vielen Dank an unsere Zuschauer und Euer Feedback. Ohne Euch hätten wir bestimmt nicht so lange durchgehalten. Vielen Dank auch an die vielen Winzerinnen, die uns eigentlich immer unterstützt haben und von denen wir so viel lernen konnten in den letzten Jahren. Und besonders vielen Dank für die hervorragenden Weine, die Hauptdarsteller. Das wohl kommunikativste Getränk der Welt.
Zum Jubiläum gibt es Sauvignon Blanc aus der Steiermark, Pinot Noir aus der Bourgogne und Spätburgunder aus Franken. Machts Euch auch ein Flascherl auf und viel Vergnügen.
Hendrik Thomavon Wein am Limit Lisa Bunn vom Weingut Bunn-Strebel Heinz Frischengruber von der Domäne Wachau Christian Ottenbreitvom Weingut Ottenbreit Florian Alphartvom Weingut Alphart Jörg Lanius vom Weingut Lanius-Knab Kathrin Brachmann vom Weingut Brachmann Kurt Feiler vom Weingut Feiler-Artinger Sebastian Lehrmannvom Weingut Schilling Christiane Störrlein vom Weingut Störrlein-Krenig Martin Schmittvom Weingut Schmitts Kinder Matthias Stumpfvom Weingut Bickel-Stumpf Martin Schwabvom Weingut Schwab Rudi May vom Weingut May Katharina Bauschvom Weingut Hans Bausch Elena Lindvom Weingut Ökonomierat Lind Sabrina Becker vom Weingut Becker Thomas Fröhlich vom Weingut Ilmbacher Hof Michael Scholtesvom Weingut Scholtes Eva Vollmer vom Weingut Eva Vollmer Julia Schittler vom Weingut Schittler-Becker Daniel Sauervom Weingut Rainer Sauer Lena Hess von Generation Riesling Christian Müllervom Weingut Max Müller I Giovanni Bellantivom Bürgerspital Würzburg Christian Stahl vom Winzerhof Stahl Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen
Das Weingut Schmitts Kinder stand für seinen Spätburgunder nicht so im Vordergrund, wie für seine Silvaner oder Rieslinge. Wir waren immer von den Roten überzeugt, die eine unheimliche Sensibilität für diese Rebsorte widerspiegeln. Heute werden fünf Schätze aus unserem Keller verkostet, die die unterschiedlichen Jahrgänge formidabel reflektieren. Keine Standardweine, die immer gleich schmecken, aber sehr wohl in jedem Jahr Terroir vermitteln. Die GG-Lage ist der Randersackerer Sonnenstuhl, mitten im Muschelkalkgebiet. Für die älteren Jahrgänge zeichnet noch Karl Schmitt verantwortlich, wobei Martin Schmitt bereits seit 2008 für den Keller verantwortlich ist und 2014 den Betrieb übernommen hat. Keine Kopien, sondern fränkische Originale. Winzer und Spätburgunder.
„Grauburgunder? Der Latte Macchiato unter den Weinen! Oder: Ach komm, das ist doch der Wein für Leute, die eigentlich Wasser trinken wollen…“ Schon mal gehört? Wir auch – und heute wollen wir euch zeigen, dass dies völliger Quatsch ist!
In der heutigen Folge von Wernervino geht’s um das ewige Streitthema Grauburgunder: Langweilig oder unterschätzt? Massenware oder Meisterstück? Wir sagen: Kommt drauf an, was im Glas ist!
Und im Glas haben wir heute zwei absolute Kracher: Vom Weingut Friedrich Becker haben wir die Grauburgunder Reserve und vom Weingut Salwey haben wir das Eichberg GG im Glas. Zwei absolute Spitzenweingüter mit großartigen Pinot Gris im Programm.
Nach dem Video hoffen wir , dass auch ihr sagt: „Grauburgunder sind Spitze, wenn der Winzer die Rebsorte ernst nimmt.“
Was ist mit euch? Seid ihr im Team Grauburgunder oder im Team „Ich trink nur Riesling“? Und: Welcher Pinot Gris hat euch schon mal überrascht?
Also viel Spaß bei unserem neuen Video und gönnt euch dazu etwas Gutes!
Wir beginnen heute mit Riesling aus dem Rheingau. Das Weingut Domdechant Werner ist direkter Nachbar vom Weingut Künstler und bietet hervorragende Rieslingqualitäten.
Vom Weingut Künstler kommt heute der Spätburgunder Tradition. Schöner gereifter Pinot.
Aus dem Burgenland gibt es bei Burkhard natürlich Weißburgunder. Das Weingut Wagentristl ist in Österreich einer der Spezialisten für diese Rebsorte.
Zum Schluss Pinot Noir aus der Burgund Österreichs, der Thermenregion. Fred Loimer ist eher für seine Spitzenweine aus dem Kamptal bekannt, hat aber auch ein Weingut in der Thermenregion. Genialer Wein. Übrigens gibt es von dreien der heutigen Winzer auch On-Tours. Viel Spaß.
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Verkostung!
Das Weingut Hemberger in Rödelsee befindet sich mitten im fränkischen Keuperland. Am Fuße des Schwanbergs werden sehr aussagekräftige Silvaner erzeugt, geprägt durch feine Tonplättchen, die vor Jahrmillionen aus den Überresten von Krebsen und Muscheln entstanden sind, dazwischen Gipsknollen und Fasergips. Mit einem Wort: Keuper. Das Weingut wurde 1983 von Roland und Elisabeth Hemberger gegründet, vorher wurden die Trauben an eine Genossenschaft abgeliefert. Das Lagenportfolio ist beeindruckend mit Rödelseer Küchenmeister und Schwanleite, sowie Iphöfer Kronsberg. 2012 ist Sohn Tobias in den Betrieb eingestiegen. Das Weingut ist bio-zertifiziert und Mitglied der Gruppe „Ethos.“
Einer Gruppe von 12 fränkischen Winzern, die für Nachhaltigkeit im Weinbau, Biodiversität, Handwerk, Steillagenerhaltung und Soziales stehen. Dies aber wirklich praktizieren und nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben. Wir haben über die letzten Jahre bei den Weinen vom Weingut Hemberger einen stetigen Aufwärtstrend festgestellt und sind uns sicher, dass dieser anhalten wird. Die Weine in der heutigen Verkostung waren außerordentlich.
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Verkostung!
Das Weingut Holger Koch aus Vogtsburg am Kaiserstuhl ist uns besonders im Rahmen der
Gutsweinparade der Spätburgunderweine aufgefallen. Wir wollten unbedingt die großen Weine von ihm verkosten, nachdem die „Kleinen“ uns schon begeistert hatten. Beeindruckend ist diese kompromisslose Qualitätseinstellung. Da Spätburgunderklone nicht die gewünschte Qualität bringen konnten, zack bumm voilà werden sie durch Pinot Noir-Klone aus Burgund ersetzt. Seine Weinberge liegen in der wärmsten Gegend Deutschlands, dort aber in den höchsten Lagen, rund um Bickensohl. Hohe Tag- und Nachtunterschiede in der Temperatur, Anbau auf kleinen Terrassen und kühle Winde schaffen dieses Cool Climate. Seit 2015 hat er aufgrund überzogener Bürokratie die Biozertifizierung aufgegeben, arbeitet aber weiterhin biologisch, teilweise sogar biodynamisch. Die Weine werden spontan vergoren, Ausbau in Fässern mit 300 oder 500 Litern. Barriques wurden verbannt, um mehr Finesse und Klarheit zu erreichen. Alle drei Weine überzeugen mit Frische und Eleganz. Er hat Burgunder verstanden und seine formidablen Tropfen verzücken jeden Burgunderjünger. Großes Kino aus Baden.
Zum Abschluss unserer Pfalzreise konnten wir mit Franz Wehrheim vom Weingut Dr. Wehrheimaus Birkweiler ein Interview führen. Der erste Gedanke beim Anblick der Weinberge war Burgund. Eine traumhafte Landschaft, in der große Weiß- und Spätburgunder gemacht werden, aber auch große Rieslinge. In vierter Generation leitet heute Franz das Weingut, das bereits 2007 mit der Umstellung auf Bio begann und gleich darauf auf Biodynamie. Seit dem Sommer 2024 ist er auch Vorsitzender des VDP-Pfalz. In den Lagen Mandelberg, Kastanienbusch und Köppel hatten wir sofort das Gefühl: Hier wachsen große Weine.
In der anschließenden Verkostung wurde dies auch gleich unter Beweis gestellt. Die Weine zeigten das besondere Terroir von Birkweiler mit der konsequenten Philosophie eines Spitzenweingutes: Harmonie und Balance bieten, ohne süß zu sein. Fülle verkörpern, ohne dabei ‚fett‘ zu wirken. Pikant, mineralisch und eigenständig schmecken, ohne auf eine vordergründige Frucht zu setzen. Intensiv und vielschichtig duften“.
Wir waren begeistert, und die nächste Pfalztour wird geplant.
Hallo zusammen,
während unserer Reise in die Südpfalz haben wir auch den einen oder anderen Tropfen nebenbei probiert. In unserem Hotelzimmer konnten wir auch etwas für euch drehen. Nach getaner On Tour Arbeit und Saumagenessengehen, dachten wir, dass wir noch ein paar Weine von Friedrich Becker probieren wollten. Das On Tourdazu habt ihr sicher schon gesehen. Das Weingut Friedrich Becker war eines der Pionierweingüter für trockene Weine in der Südpfalz und hat sich über die Jahre einen großen Namen machen können und wurde auch folgerichtig im Jahr 2000 in den VDP aufgenommen. Inzwischen hat Friedrich Wilhelm Becker das Ruder übernommen und strebt als neues Ziel an Chardonnay in Spitzenqualität zu produzieren. Der Pinot Noir hat dieses Siegel ja schon erreicht. Grund genug für uns genau diese beiden Rebsorten zu probieren. Wir hatten sehr viel Spaß beim Probieren, was ihr wahrscheinlich beim Anschauen auch merken werdet. Ein Grund mehr auch nächstes Jahr wieder in die Pfalz zu fahren.