Wir beginnen heute mit einem gereiften Furmint aus dem Tokaj im Nordosten Ungarns. Herr Sauska war ursprünglich Mathematiker und viele Namen seiner Weine haben eben einen solchen Hintergrund.
Burkhard stellt heute zwei Tempranillos aus der Pfalz von Philip Heinz vor. Einen Rosé und einen Rotwein. Vielleicht eine Antwort auf die Klimaerwärmung? Bekannt ist das Weingut aus Kapellen-Drusweiler an der Südlichen Weinstraße für moderne Ideen, kreative Etiketten und traditionelles Handwerk.
Der zweite ungarische Wein kommt heute aus Sopron, dem ehemaligen Ödenburg. Eine Grenzstadt wo viele Österreicher ihre Zähne behandeln lassen oder zum Friseur gehen. Aber auch eine großartige Weinregion, wo das burgenländische Spitzenweingut Weninger bereits vor Jahren Flächen erworben hat. Das Weingut arbeitet biodynamisch.
Vier Silvaner nicht nur aus Franken. Seit 1699 macht das Weingut Heid bereits Wein in Fellbach. Markus Heid hat nach der Übernahme des Bioweingutes teilweise neue Rebsorten eingeführt. Den Silvaner behielt er jedoch bei.
Das Weingut Leininger hat den Silvaner als Schwerpunktrebe im Portfolio. Florian Engelmann setzt verstärkt auf Maischestandszeiten, Spontis und langes Vollhefelager.
Der Mantlerhofin Brunn im Felde wird von den Geschwistern Agnes und Josef Mantler geführt. Ein Paradies, in dem große Weine erzeugt werden. Zum Portfolio gehört auch der Silvaner, eine autochthone österreiche Rebsorte, die lange verdrängt wurde. Michael Huller beschloss die Familienweinberge nicht mehr länger im Nebenerwerb zu bewirtschaften. Zusammen mit Ehefrau Isabella kaufte er einen alten Gutshof und erweiterte die Rebläche auf 8 ha.
Wir hoffen wir können euch heute vier weitere tolle Silvaner zeigen, die einfach Spaß machen.
Gönnt euch etwas Gutes und schut euch das Video an.
2025 geht heute zu Ende und zu Beginn des kommenden Jahren wollen wir es etwas ruhiger angehen lassen. Da wir beide aus persönlichen Gründen ziemlich viel zu tun haben, haben wir uns entschlossen diesen Januar nur am Sonntag frische Wernervino-Folgen zu präsentieren. Am Mittwoch wie schon heute wollten wir euch ein paar ältere Folgen zeigen, die wir als sehr gelungen empfanden und wollen sie euch nochmals empfehlen zu schauen.
Am besten heute Abend ein paar Sektkorken knallen lassen, als zu böllern und dabei diese tolle Folge von uns anschauen. Wir wünschen euch alles Gute für 2026. Bleibt uns treu und empfehlt diesen Blog weiter. Wir werden uns auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder alle Mühe geben, euch tolle Weine zu und Winzer und anderes zu zeigen.
Hier der Text von Folge 1000:
Heute ist ist soweit. Zehn Jahre Wernervino und Sendung 1000.
Anfangs haben wir gar nicht damit gerechnet, dass es so viele Sendungen werden könnten. Das Thema Wein ist so wunderbar unendlich und fasziniert uns jeden Tag aufs neue. Eigentlich hat sich an unserem Konzept nix geändert. Wir stellen nur Weine vor, die uns schmecken und die wir empfehlen können. Es wird kein Wein verrissen, sondern dann einfach nicht vorgestellt. Wir glauben, dass dies fair gegenüber VerbraucherInnen und WinzerInnen ist. Hinter dem Konzept stehen wir.
Normalerweise stellen wir ja immer die Fragen an die WinzerInnen. Diesmal werden wir ein bisschen ins Kreuzverhör genommen und wir werden nach besten Wissen und Gewissen die Fragen über uns beantworten.
Vielen Dank an unsere Zuschauer und Euer Feedback. Ohne Euch hätten wir bestimmt nicht so lange durchgehalten. Vielen Dank auch an die vielen Winzerinnen, die uns eigentlich immer unterstützt haben und von denen wir so viel lernen konnten in den letzten Jahren. Und besonders vielen Dank für die hervorragenden Weine, die Hauptdarsteller. Das wohl kommunikativste Getränk der Welt.
Zum Jubiläum gibt es Sauvignon Blanc aus der Steiermark, Pinot Noir aus der Bourgogne und Spätburgunder aus Franken. Machts Euch auch ein Flascherl auf und viel Vergnügen.
Hendrik Thomavon Wein am Limit Lisa Bunn vom Weingut Bunn-Strebel Heinz Frischengruber von der Domäne Wachau Christian Ottenbreitvom Weingut Ottenbreit Florian Alphartvom Weingut Alphart Jörg Lanius vom Weingut Lanius-Knab Kathrin Brachmann vom Weingut Brachmann Kurt Feiler vom Weingut Feiler-Artinger Sebastian Lehrmannvom Weingut Schilling Christiane Störrlein vom Weingut Störrlein-Krenig Martin Schmittvom Weingut Schmitts Kinder Matthias Stumpfvom Weingut Bickel-Stumpf Martin Schwabvom Weingut Schwab Rudi May vom Weingut May Katharina Bauschvom Weingut Hans Bausch Elena Lindvom Weingut Ökonomierat Lind Sabrina Becker vom Weingut Becker Thomas Fröhlich vom Weingut Ilmbacher Hof Michael Scholtesvom Weingut Scholtes Eva Vollmer vom Weingut Eva Vollmer Julia Schittler vom Weingut Schittler-Becker Daniel Sauervom Weingut Rainer Sauer Lena Hess von Generation Riesling Christian Müllervom Weingut Max Müller I Giovanni Bellantivom Bürgerspital Würzburg Christian Stahl vom Winzerhof Stahl Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Verkostung!
Furmint ist eine uralte ungarische Rebsorte, welche bereits seit 1623 bekannt ist. Wie beim Riesling ist ein Elternteil der Heunisch. Der andere ist die Alba Imputotaro. Herkunft wahrscheinlich Italien. Die Beere ist dickschalig, spätreifend, frostanfällig, verträgt aber Trockenheit gut. In Österreich ist sie seit 1987 wieder als Qualitätsweinsorte zugelassen. Im Burgenland entwickelt sich eine neue Liebe zum Furmint. Die Rebsorte steht nicht nur für Tokayer, sondern liefert auch fantastische trockene Weine. Es sind sehr extraktreiche, säurebetonte Tropfen.
Wir probieren heute dreimal Furmint von drei Spitzenwinzern aus dem Burgenland. Dem Weingut Ernst Triebaumer aus Rust, dem Weingut Weningermit einem Furmint aus Sopron und dem Weingut Rosi Schuster, welches von ihrem Sohn Hannes geleitet wird. Formidable Tropfen aus der Furminttraube, welche in warmen Regionen unserer Meinung nach die bessere Alternative ist. Alle drei Winzer arbeiten übrigens biologisch oder biodynamisch.
Viel Spaß.
Wir testen heute zwei Jahrgänge des Silvaners (oder doch eher Sylvaners) von Bastian Beny aus Rheinhessen. Er leitet das Weingut in 3. Generation. Sein Werdegang startete zunächst mit einer Kochausbildung, verschiedenen Stationen in Spitzenrestaurants und der Begegnung mit dem Genuss. Nach dem Studium in Geisenheim und verschiedenen Praktika arbeitete er zunächst bei Frank John und Klaus Peter Keller. Parallel dazu baute er eigene Weine auf gepachteten Flächen des elterlichen Weingutes aus. Er folgt den Prinzipien der Biodynamie und der regenerativen Landwirtschaft. Biodiversität, Humusbildung, low tech und Schafe im Weinberg sind einige der Zutaten um Spitzenweine zu erzeugen. Er hat recht.
Die Geschichte des Weingutes Kleinbegann bereits am 12. August 1659, als Wolff Klein einen Weinberg erwarb und das Weingut in Hainfeld gründete. Heute ist schon die 15. Generation am Ruder. Die Geschwister Barbara und Peter Klein bauen heute auf 26 ha 16 Rebsorten an, darunter Grüner Veltliner, Goldmuskateller, Frühburgunder und Syrah. Bei den Weinen steht Authenzität im Vordergrund, was aber keinesfalls Experimentierfreudigkeit ausschließt.
Die beste Weinen kommen von den Spitzenlage Ilbesheimer Kalmit und Altenforst. Die Böden sind hier von Schiefer, Löss, Bundsandstein und Lehm geprägt. Wir haben eine sehr interessante Stichprobe des Portfolios probiert.
Burkhard ist heute in Eibelstadt in Franken. In der 5. Generation wird das Weingut Leininger heute von Florian Engelmann und Laura Majewski geführt. Der 10 ha große Betrieb stürmt in den letzten Jahren qualitativ nach oben. Mehr als 50% der Weinberge sind Steillagen mit teilweise 40 Jahre alten Reben. Diese wachsen auf Muschelkalk. Der Silvaner ist mit 40% mit Abstand die wichtigste Rebsorte. Es folgen Riesling, Scheurebe, Müller-Thurgau und die Burgunder. Die Lagen liegen in Eibelstadt (Kapellenberg und Mönchsleite), sowie in Randersacker (Sonnenstuhl). Die Trauben werden von Hand gelesen. Maischestandszeiten, Spontangärung, langes Hefelager und die Hand des Winzers machen das Terroir schmeckbar. Im heutigen On Tour liegt der Fokus eindeutig beim Silvaner.
»Ein Kunstwerk aus Boden, Lage, Jahrgang und den Menschen, die dahinterstehen«. Florian Engelmann
Herzlich willkommen zu einem Weißburgunder-Spezial aus Würzburg!
Wer Wernervino verfolgt, wird wissen, dass Burkhard ein besonderes Faible für diese Rebsorte hat. Fränkische Winzer sind in den letzten Jahren bei Wettbewerben mit Weißburgundern extrem erfolgreich. Leider wird nicht von allen diese großartige Leistung genug gewürdigt. Silvaner ist sicherlich die wichtigste Rebsorte in Franken, aber Weißburgunder steht, neben Chardonnay, für Wein der Zukunft in Franken, besonders bei weiter steigenden Temperaturen. Müller-Thurgau und Bacchus werden an Bedeutung verlieren und können den Staffelstab an sehr edle Nachfolger weiterreichen. Grund genug für Burkhard und den Trainee Weißburgunder aus der berühmtesten Lage Frankens, dem Würzburger Stein, zu verkosten.
Burkhard ist heute in Homburg am Main. Das Weingut Huller ist ein sehr junges Weingut. 2009 haben Michael Huller und seine Frau Isabella mit 1 ha begonnen. Mittlerweile sind es 8 ha.
2010 erfolgte der Kauf des Anwesens in der Maintalstraße in Homburg. Seit 2020 Mitglied der Winzergruppe Frank & Frei. Michael hat es in seiner Lehrzeit sehr in die Ferne gezogen. Stationen in Kalifornien, der Toskana, aber auch bei anderen fränkischen Betrieben, unter anderem Paul Fürst. In den Lagen Homburger Kallmuth, Homburger Edelfrau, Erlenbacher Krähenschnabel, Schlossweinberg Collenberg wachsen auf Muschelkalk und Buntsandstein Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder, Domina, Rieslaner und Riesling. Ein Winzerpaar mit Herzblut.
04Herzlich willkommen zum zweiten Teil über Silvaner aus Rheinhessen!
Wir wussten bereits, dass Carsten Saalwächterhervorragende Burgunder erzeugt, aber der Mann kann auch Silvaner. Er versteht Silvaner, denn anders kann man diese Spitzenqualitäten nicht erzeugen. Sein erster Jahrgang war 2017, und zuvor zog es ihn für fast zehn Jahre hinaus in die weite Weinwelt. Nach zahlreichen Stationen in Deutschland, bei den Weingütern Stodden, Schnaitmann, Benedikt Baltes, Chat Sauvage, Friedrich Becker und Ziereisen zog es ihn ins Burgund zu Jean Chartron in Puligny Montrachet und zu Thierry Brouin, Domaine des Lambrays. Kein Hörsaal, keine staubigen Studien, sondern nur Weinwissen aus Expertenhand. Wenn dieses auf einen Weinverrückten trifft, kann Großes entstehen. Spontangärung, perfekter Holzeinsatz, langes Hefelager, große Silvaner.
Mineralik pur bei beiden Silvanern. Der Steinkante schon etwas zugängiger und der St.Laurentius kam sechs Stunden später gewaltig.