Hawara bedeutet soviel wie Kumpel oder Spezi. Nicht zu verwechseln mit Kiwara, denn des ist der Polizist. Der Grüne Veltliner von Katharina Gessl hat 1,0 g Restzucker, ist handgelesen, 30 Stunden Mazeration, spontan vergoren, in großen Akazienfässern ausgebaut und es gibt leider nur 1.700 Flaschen davon. Leiwand und das bedeutet großartig.
Ralf probiert heute zwei Bordeaux-Kellerfunde. Château Groleau von der Cotes de Bourg und Château Bourdillot aus dem Graves-Gebiet. Beide aus dem Jahrgang 2015. Könnte spannend werden.
Burkhard probiert dann noch den 23er Silvaner Gutswein vom Weingut Schäffer aus Escherndorf. Für uns eine feste Adresse für Silvaner in Franken.
Katharina GesselHawara Grüner Veltliner 2022. 43,5 Wernerpunkte Château GroleauCotes de Bourg 2015. 40 Wernerpunkte Weingut SchäfferSilvaner 2023. 40 Wernerpunkte Château Le BourdillotGraves 2015. 40 Wernerpunkte
Wir testen heute zwei Jahrgänge des Silvaners (oder doch eher Sylvaners) von Bastian Beny aus Rheinhessen. Er leitet das Weingut in 3. Generation. Sein Werdegang startete zunächst mit einer Kochausbildung, verschiedenen Stationen in Spitzenrestaurants und der Begegnung mit dem Genuss. Nach dem Studium in Geisenheim und verschiedenen Praktika arbeitete er zunächst bei Frank John und Klaus Peter Keller. Parallel dazu baute er eigene Weine auf gepachteten Flächen des elterlichen Weingutes aus. Er folgt den Prinzipien der Biodynamie und der regenerativen Landwirtschaft. Biodiversität, Humusbildung, low tech und Schafe im Weinberg sind einige der Zutaten um Spitzenweine zu erzeugen. Er hat recht.
Hallo zusammen,
in der neuesten Wernervino-Verkostungsfolge widmen wir uns ganz den Weinen von Tom Glass, einem Australier, der in Franken seine neue Heimat gefunden hat. Auch wenn wir ihn dieses Mal nicht persönlich treffen, was aber sicher bald geschehen wird, probieren wir vier seiner spannendsten Gewächse: 2x Riesling und 2x Silvaner, die es in sich haben.
Tom bringt seine internationale Erfahrung und Leidenschaft in die fränkischen Weinberge und paart sie mit fränkischen Reben und dem Muschelkalk – und das schmeckt man!
Wenn euch unsere Riesling- und Silvaner-Verkostung gefällt, hinterlasst bitte ein Like, einen Kommentar oder ein Abo.
Wir sind heute a bisserl österreichlastig, was absolut kein Fehler ist. Zunächst jedoch Spätburgunder aus der Pfalz. Das Weingut Dr. Wehrheimarbeitet biodynamisch. Genialer Stoff, der an Burgund erinnert. Max Müller I ist einer dieses grandiosen Neumitglieder des VDP-Franken. Der Silvaner Ortswein aus 40 Jahre Alten Reben zeigt dann auch diese Schaufel mehr Extraklasse.
Wenn Du eine Vorliebe für burgenländische Weine hast, dann kommst Du am Weingut Feiler-Artingeraus Rust nicht vorbei. Egal ob weiß, rot oder edelsüß. Alles Weltklasse. Carnuntum ist die Weinregion der Cuvees. Vom Weingut Netzl kommt die Cuvee Edles Tal aus 60% Zweigelt, 30%Merlot und 10% Syrah.
Burkhard verkostet heute zunächst Riesling aus dem Rheingau. Das Weingut Hankaaus Geisenheim wird heute in 3. Generation von Sebastian Hanka geführt. Der Riesling Anteil im Weingut liegt bei 70 Prozent. Im Glas ist heute ein feinherber Wein. Peter Lauermacht Spitzenweine an der Saar. Seit 2013 ist er im VDP und das aus gutem Grund. Er arbeitet biologisch, lehnt aber Kupfer ab. Die Rieslinge sind allesamt Spontis. Großes Kino.
Von Katrin Säger gibt es Silvaner aus Franken und ihrem ersten Jahrgang. Nach Corona machte sie eine Winzerlehre und bewirtschaftet heute 15 Ar.
Das Weingut Dr. Pauly Bergweiler wird heute von Stefan Pauly bewirtschaftet. Ralf verkostet Bernkasteler Alten Bergstube Am Doktorberg Alte Reben Spätlese. Langer Name aber famoser Riesling.
Viel Spaß.
Weingut Peter LauerSchonfels Kabinett Riesling Fass 111 2022. 45,5 Wernerpunkte Weingut Dr. Pauly-BergweilerBernkasteler Alte Bergstube Am Doktorberg Alte Reben Riesling Spätlese 2021. 44,5 Wernerpunkte Weingut HankaJohannisberger Hölle Riesling feinherb 2023. 40 Wernerpunkte Kathrin SägerSilvaner 2024. 40,5 Wernerpunkte
Burkhard probiert heute ein GG aus Franken. Sehr brav. Der Staatliche Hofkellerbefindet sich seit Jahren wieder im Aufwind. Paradebeispiel das Große Gewächs vom Silvaner aus dem Stein-Berg.
Aus Spanien, genauer gesagt aus Ribeira Sacra, kommt eine Cuvée von den Fedellos do Coudo aus den Rebsorten Mencia, Bastardo, Garnacha Tintorera, Negreda, Grao Negro. Vom Boden her Granit, verwitterter Schiefer, Gneis, ausgebaut im gebrauchten Eichenfass. Vielversprechend.
Bei Ralf schiefert es heute zweimal. Er treibt sich immer noch an der Mosel rum und verkostet Kabis. Der erste Kabinett ist vom VDP-Weingut Willi Schäfer. Hier wird Riesling ausschließlich von 100 Jahre alten, wurzelechten Reben aus sehr steilen Spitzenlagen erzeugt. Grandios.
Der zweite Kabi ist eine Entdeckung. Julian Ludes ist ein junger. kompromissloser Winzer, der auf Qualität setzt und Weine mit langem Hefelager wie früher macht. Schieferfelsweine von Terrassen, welche die Kargheit des Terroirs formidabel wiedergeben. Wir hoffen bei beiden Winzern dieses Jahr On-Tours machen zu können, und dass Ralf sich von der Mosel wieder losreißen kann.
Burkhard ist heute in Eibelstadt in Franken. In der 5. Generation wird das Weingut Leininger heute von Florian Engelmann und Laura Majewski geführt. Der 10 ha große Betrieb stürmt in den letzten Jahren qualitativ nach oben. Mehr als 50% der Weinberge sind Steillagen mit teilweise 40 Jahre alten Reben. Diese wachsen auf Muschelkalk. Der Silvaner ist mit 40% mit Abstand die wichtigste Rebsorte. Es folgen Riesling, Scheurebe, Müller-Thurgau und die Burgunder. Die Lagen liegen in Eibelstadt (Kapellenberg und Mönchsleite), sowie in Randersacker (Sonnenstuhl). Die Trauben werden von Hand gelesen. Maischestandszeiten, Spontangärung, langes Hefelager und die Hand des Winzers machen das Terroir schmeckbar. Im heutigen On Tour liegt der Fokus eindeutig beim Silvaner.
»Ein Kunstwerk aus Boden, Lage, Jahrgang und den Menschen, die dahinterstehen«. Florian Engelmann
Der Wettbewerb wurde 2004 auf Initiative von Hermann Mengler ins Leben gerufen, damals noch als „Best of Gold“. Er gilt als wichtigstes, zugleich aber auch härtestes Turnier in Franken. Das Zepter wurde mittlerweile an Ralf Schwarz übergeben. Es erfolgten einige Neuerungen: Der neue Name lautet „Best of Franken“, und es wurden zwei neue Testgruppen aufgenommen. Die jetzt elf Testgruppen wurden erweitert um Sekte und Natur- und Orange-Weine. Sicherlich eine wegweisende Entscheidung. Zum zweiten Mal fand die Veranstaltung im romantischen Iphofen, im Hotel und Weingut Zehntkeller in einem grandiosen Ambiente statt. Im Zuge des Wettbewerbes verkosteten und prämierten über 50 Fachleute die dargereichten Weine an einem Tag. Ziel ist es die elf besten Weine in Franken zu finden, wobei den Siegern die Trophäen in Form eines 250 Millionen Jahre alten Ceratit Nodosus winken.
Wir staunen jedes Jahr aufs Neue über die Perfektion und Professionalität mit der diese logistische Meisterleistung erbracht wird. Die Preisverleihung nahmen Eva Brockmann und die Fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß zusammen mit den Weinpaten vor. Ein formidabler Abend, der dem fränkischen Wein den Rahmen bot, den er sich zweifelsohne verdient hat.
Großes Lob an das ganze Team um Ralf Schwarz, an Andreas Goepfert, an Bernd Küffner, an den Fränkischen Weinbauverband, an die Weinkönigin, die Weinprinzessinnen, die Weinprinzen und an Eva Brockmann.
Tags darauf ging es noch auf Exkursion ins Fränkische Weinland. Aber seht selbst…!
Burkhard probiert heute Weine der Winzer Sommerach – Die Genossenschaft. Hier ist es gelungen, wirklich auf Qualität zu setzen. Die Genossen, es sind 90 Familien, gehören mittlerweile zu den führenden Betrieben in der Region. Es wird kein Glyphosat verwendet und 5 der Genossen haben bereits auf biologischen Anbau umgestellt. Man merkt, hier ist eine starke Hinwendung zur Qualitätserzeugung erfolgt. Die Silvaner sprechen hier eine deutliche Sprache.
Ralf genoss das Frühjahr mit Grillen und Zweigelt. Das Weinviertel steht eigentlich für Grünen Veltliner, aber der Zweigelt ist die zweite autochthone Rebsorte der Region. Das Weingut Pröglhöf besteht bereits seit 1771 und Arbeit im Einklang mit der Natur stand immer im Focus. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert und erzeugt handwerklich langlebige, großartige Weine. Das beweisen die beiden gereiften Zweigelt-Reserven ganz formidabel.
Wir starten heute im Medoc mit einem Cru Bourgeois von der Domaine Saint Aubin. Der Begriff geht auf das Mittelalter zurück. Die Weine müssen aus einer der 8 Appelationen Médoc, Haut-Médoc, Listrac, Moulis, Margaux, Saint-Julien, Pauillac oder Saint-Estèphe stammen. Demnächst machen wir eine Sendung über Cru Bourgeois. Der Wein ist eine Cuvée aus 6 Rebsorten.
Heute wird der dritte Silvaner vom Weingut Bischel probiert. Er stammt aus einem ehemaligen Weinberg von Michael Teschke. Großes Kino.
Die sehr sympathische Caro Meyer von Weinbau Meyer wird sicherlich als Weinkönigin mit der längsten Regentschaft in die Fränkische Weingeschichte eingehen. Sie hatte das Amt für drei Jahre inne. Burkhard testet den Silvaner Zeitreise.
Vom Mittelrhein kommt der Riesling Bopparder Hamm Feuerlay, eine Erste Lage. Das Weingut Matthias Müller aus Spey bringt erstklassige Schiefer-Rieslinge auf die Flasche.