Herzlich willkommen zu unserer heutigen Dolcettoverkostung!
Die Trauben des Dolcetto reifen relativ früh und wurden daher vorwiegend auf den Schattenseiten der Weinberge angebaut.
Der Dolcetto ist eine autochthone, rote Rebsorte aus dem Piemont. Erstmals im 14. Jahrhundert für das Piemont erwähnt, kommt sie wahrscheinlich aus Montferrat, manche sagen auch aus Frankreich.
Wörtlich übersetzt bedeutet Dolcetto eigentlich: „Der kleine Süße“. Die Weine werden jedoch trocken ausgebaut und ergeben leichte, rubinfarbene und säurearme (nicht alle) Weine. Man sollte sie eher jung trinken, Es gibt sieben DOC- bzw. DOCG Regionen und einige Spitzenerzeuger im Piemont produzieren nicht nur Barolo, Barbera oder Barbaresco, sondern auch erstaunliche Dolcetti.
Wunderbare Trinkweine, die formidabel zur Küche ihrer Heimat passen.
Viel Vergnügen!
Roberto VoerzioDolcetto d´Alba Prievino 2023. 42 Wernerpunkte ViettiDolcetto d´ Alba Trevie 2024. 42 Wernerpunkte Luigi PiraDolcetto d´Alba 2023. 40,5 Wernerpunkte Bruno GiascosaDolcetto d´Alba Falletto di Serralunga 2023. 43 Wernerpunkte RoagnaDolcetto d´Alba 2024. 41 Wernerpunkte
2025 geht heute zu Ende und zu Beginn des kommenden Jahren wollen wir es etwas ruhiger angehen lassen. Da wir beide aus persönlichen Gründen ziemlich viel zu tun haben, haben wir uns entschlossen diesen Januar nur am Sonntag frische Wernervino-Folgen zu präsentieren. Am Mittwoch wie schon heute wollten wir euch ein paar ältere Folgen zeigen, die wir als sehr gelungen empfanden und wollen sie euch nochmals empfehlen zu schauen.
Am besten heute Abend ein paar Sektkorken knallen lassen, als zu böllern und dabei diese tolle Folge von uns anschauen. Wir wünschen euch alles Gute für 2026. Bleibt uns treu und empfehlt diesen Blog weiter. Wir werden uns auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder alle Mühe geben, euch tolle Weine zu und Winzer und anderes zu zeigen.
Hier der Text von Folge 1000:
Heute ist ist soweit. Zehn Jahre Wernervino und Sendung 1000.
Anfangs haben wir gar nicht damit gerechnet, dass es so viele Sendungen werden könnten. Das Thema Wein ist so wunderbar unendlich und fasziniert uns jeden Tag aufs neue. Eigentlich hat sich an unserem Konzept nix geändert. Wir stellen nur Weine vor, die uns schmecken und die wir empfehlen können. Es wird kein Wein verrissen, sondern dann einfach nicht vorgestellt. Wir glauben, dass dies fair gegenüber VerbraucherInnen und WinzerInnen ist. Hinter dem Konzept stehen wir.
Normalerweise stellen wir ja immer die Fragen an die WinzerInnen. Diesmal werden wir ein bisschen ins Kreuzverhör genommen und wir werden nach besten Wissen und Gewissen die Fragen über uns beantworten.
Vielen Dank an unsere Zuschauer und Euer Feedback. Ohne Euch hätten wir bestimmt nicht so lange durchgehalten. Vielen Dank auch an die vielen Winzerinnen, die uns eigentlich immer unterstützt haben und von denen wir so viel lernen konnten in den letzten Jahren. Und besonders vielen Dank für die hervorragenden Weine, die Hauptdarsteller. Das wohl kommunikativste Getränk der Welt.
Zum Jubiläum gibt es Sauvignon Blanc aus der Steiermark, Pinot Noir aus der Bourgogne und Spätburgunder aus Franken. Machts Euch auch ein Flascherl auf und viel Vergnügen.
Hendrik Thomavon Wein am Limit Lisa Bunn vom Weingut Bunn-Strebel Heinz Frischengruber von der Domäne Wachau Christian Ottenbreitvom Weingut Ottenbreit Florian Alphartvom Weingut Alphart Jörg Lanius vom Weingut Lanius-Knab Kathrin Brachmann vom Weingut Brachmann Kurt Feiler vom Weingut Feiler-Artinger Sebastian Lehrmannvom Weingut Schilling Christiane Störrlein vom Weingut Störrlein-Krenig Martin Schmittvom Weingut Schmitts Kinder Matthias Stumpfvom Weingut Bickel-Stumpf Martin Schwabvom Weingut Schwab Rudi May vom Weingut May Katharina Bauschvom Weingut Hans Bausch Elena Lindvom Weingut Ökonomierat Lind Sabrina Becker vom Weingut Becker Thomas Fröhlich vom Weingut Ilmbacher Hof Michael Scholtesvom Weingut Scholtes Eva Vollmer vom Weingut Eva Vollmer Julia Schittler vom Weingut Schittler-Becker Daniel Sauervom Weingut Rainer Sauer Lena Hess von Generation Riesling Christian Müllervom Weingut Max Müller I Giovanni Bellantivom Bürgerspital Würzburg Christian Stahl vom Winzerhof Stahl Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen
Das Weingut Schmitts Kinder stand für seinen Spätburgunder nicht so im Vordergrund, wie für seine Silvaner oder Rieslinge. Wir waren immer von den Roten überzeugt, die eine unheimliche Sensibilität für diese Rebsorte widerspiegeln. Heute werden fünf Schätze aus unserem Keller verkostet, die die unterschiedlichen Jahrgänge formidabel reflektieren. Keine Standardweine, die immer gleich schmecken, aber sehr wohl in jedem Jahr Terroir vermitteln. Die GG-Lage ist der Randersackerer Sonnenstuhl, mitten im Muschelkalkgebiet. Für die älteren Jahrgänge zeichnet noch Karl Schmitt verantwortlich, wobei Martin Schmitt bereits seit 2008 für den Keller verantwortlich ist und 2014 den Betrieb übernommen hat. Keine Kopien, sondern fränkische Originale. Winzer und Spätburgunder.
Heute geht es um die Cru Bourgeois aus den Appellationen des Medoc. Denn aus diesen müssen sie kommen. Ralf probiert heute fünf Weine aus den drei Kategorien für jeweils unter 20 Euro. Der Begriff tauchte erstmals im 15. Jahrhundert auf. Bordeaux stand lange unter englischer Herrschaft. Die Weinmacher und Exporteure waren Bürgerliche. Sie wurden von den Engländern gefördert. Übrigens entstehen zu dieser Zeit auch die ersten Weinbruderschaften. Heute sind erstaunliche Qualitäten im Glas, welche durch sehr strenge Vorgaben, regelmäßige Qualitätsprüfungen und niedrige Erträge erreicht werden. Sie sind erstklassige Essensbegleiter zu einem fairen Preis. Gehobene Bistroküche ist ohne sie schwer vorstellbar, aber auch in der Haute Cuisine brauchen sich manche nicht zu verstecken. Hosianna würde der Engel Aloisius sagen.
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Verkostung.
Wir verkosten heute Weine vom Weingut Scheiblhofer aus Andau am Neusiedler See. Mit 85 ha ist das Weingut einer der großen Spieler im Burgenland. Im Jahr 2000 wurde der Betrieb von Erich Scheiblhofer übernommen. Die Weine sind beim österreichischen Konsumenten nicht mehr wegzudenken. Der Betrieb zeichnet sich durch Innovation, Modernität und Nachhaltigkeit aus. Die soziale Kompetenz im Betrieb ist richtungsweisend und wurde 2019 mit dem Titel „Best of Burgenland“ ausgezeichnet. Es gibt praktisch keine Rotweingala, wo das Weingut Scheibelhofer nicht Auszeichnungen gewinnt. Der Stil ist kräftig von Frucht und Holz geprägt.
Ausnahme ist hier der Blaufränkisch Jois. Eine spannende Palette aus der wir heute fünf Weine probieren.
Die VDP-Grosse Lage Kammerberg liegt im französischen Teil der Einzellage Sonnenberg. Offiziell gibt es diese Lage eigentlich nicht und die Weingüter kennzeichnen ihre Weine durch ein K.B. oder Kammerberg zensiert. Der Boden im Kammerberg besteht aus Kalksteinverwitterung, Lehm und Ton, mit reinem Kalkstein im Untergrund. Nachdem wir uns endlich mal wieder getroffen haben, war natürlich Spätburgunder fällig. Zwei VDP-Weingüter aus Schweigen erzeugen Spätburgunder in dieser GG-Lage. Das Weingut Jülg hat einen kometenhaften Aufstieg in den VDP und die Top-Winzer Gruppe in der Pfalz hingelegt. Das 25 ha Weingut wird in der Zukunft noch stärker auf die Burgundersorten, insbesondere Chardonnay setzen. Große Weine schmecken auch schon als junger Wein. Der 21er K.B. zeigte dies deutlich.
Ebenfalls aus Schweigen kommt das Weingut Friedrich Becker. Fritz Becker ist einfach ein Doyen für deutschen Spätburgunder der Weltklasse. Ein Dickkopf, Qualitätsfanatiker und Romanée Conti-Jünger. Sein Sohn Friedrich Wilhelm hat mittlerweile die Leitung übernommen und setzt eigene, großartige Akzente. Beim Öffnen der Flasche ging schon etwas Ehrfurcht über den Korkenzieher in den gesamten Körper und die rechte Gehirnhälfte. Wir wurden von beiden Weinen nicht enttäuscht. Großes Kino im kleinen Rothenburg o.d.Tbr.
Es geht heute nach Frauenkirchen ins Burgenland zu Joe Goeltl und seiner Frau Elena. Beide haben sich einen Lebenstraum erfüllt und züchten Weideschweine der alten Rassen Turopolje, Schwäbisch Hällsches, Berkshire und vor allem Mangalitza. Die Schweine dürfen sich auf den eingezäunten Feldern frei bewegen und bekommen auch dort ihre Jungen. Die Tiere durchwühlen die Böden auf der Suche nach Zusatzfutter und nehmen täglich ihr Schlammbad. Besonders Mangalitza und Turopolje wachsen sehr langsam und werden erst nach zwei Jahren geschlachtet. Bis dahin hatten sie aber einer wunderbares Leben, im Vergleich zu Schweinen aus der Massentierhaltung, die als Teenies im Alter von fünf bis sechs Monaten geschlachtet werden und ein Leben hatten, vor dem es jeder Sau graust. Im Mittelalter galt Schweinefleisch als viel wertvoller als Rindfleisch. Joe und Elena liefern auch die Schinken für die berühmte Manufaktur Thum in Wien. Lardo vom Mangalitza hat ähnlich positive Eigenschaften für die Gesundheit, wie Olivenöl.
Wer einmal solches Schweinefleisch gegessen hat, will kein anderes mehr. Vielen Dank für das tolle Erlebnis und Euch daheim viel Spaß!
Wir sind heute bei der „Wildkatze“ im Rheingau. Das Weingut Chat Sauvage ist ein relativ junges Weingut. Der Hamburger Unternehmer Günter Schulz wollte eigentlich ein Weingut im Burgund erwerben, entschloss sich dann aber doch 2000 zu einer Neugründung im Rheingau. Im Fokus stehen ganz der Pinot Noir und etwas Chardonnay. Zwei Drittel der Weinberge sind Steillagen, und man hat ein Gefühl von Bourgogne, so ganz ohne Riesling. Die Leitung des Weingutes hat die sehr engagierte Önologin Verena Schöttle übernommen. Die gebürtige Württembergerin hat einfach ein Händchen für Burgunder. Die Weine sind sehr kraftvoll, klar und dabei von einer fantastischen Frische. Alles gute Gründe für den kometenhaften Aufstieg in die deutsche Spitze.
Herzlich willkommen im Rheingau. Die Familie König betreibt bereits seit dem 17. Jahrhundert Weinbau. Das Weingutliegt oberhalb von Assmanshausen in Landhaus Kenner. Die Lage Assmanshauser Höllenberg gilt vielfach als die Pinot-Lage in Deutschland schlechthin. Zwischen Rüdesheim und Assmannshausen liegen die steilsten Lagen des Rheingaus. Der Boden besteht aus violettem Phyllit-Schiefer, einzigartig. Philipp König musste in jungen Jahren bereits 2015 das Weingut übernehmen. Er zählt heute zu den größten Winzertalenten in Deutschland. Das Weingut Robert König steht für absoluten Spitzen-Spätburgunder in Deutschland. Seit 2015 sind die Weine noch filigraner geworden und haben sehr in ihrer Komplexität und Lagerfähigkeit gewonnen. Die Cassisnote ist dabei ganz typisch für den Höllenberg. Der Schwerpunkt des Weingutes ist mit 83% natürlich der Spätburgunder, gefolgt vom Frühburgunder mit 5%. Die Verkostung zeigte dann auch, dass man es hier mit einem der großen Spätburgundermacher zu tun hat. Viel Spaß und schenkt Euch unbedingt einen Spätburgunder ein.
im Wiener Keller probieren wir heute zwei Bordeaux-Weine. Entgegen aller Gerüchte trinken wir nicht nur Pinot Noir, sondern auch Bordeaux. Wir beginnen mit Chateau Dassault. Der Flugzeughersteller Marcel Dassault übernahm das Weingut bereits im Jahre 1955. Eine sehr interessante Persönlichkeit mit einem beeindruckenden Grand Cru Classé aus dem Saint Emilion Gebiet. Sehr Merlot-lastig aber einfach klasse.
Chateau Sociando Mallet ist ein Cru Bourgeois aus dem Haut-Medoc. Jean Gaureau übernahm das Weingut im heruntergekommenen Zustand 1969. Heute umfasst der Betrieb 83 ha Rebfäche. Der Untergrund ist Kies, Lehm und kalkhaltig. Der Wein gilt als einer der besten Cru Bourgeois überhaupt. An seinem 90. Geburtstag übergab Jean Gaureau das Weingut an seine Tochter Sylvie.
Wir waren von den Weinen sehr angetan, und es werden weitere Bordeaux-Weine folgen.