Hier findet ihr unsere On Tour Folgen. In ihnen sind bei bei Winzern, um über das Weingut und die Weine zu berichten. Was bedeutet Weinmachen für sie und was für Weine machen sie? Das und vieles andere wird hier beantwortet.
Unsere zweite Station an der Mosel ist Schloss Lieser. Ute und Thomas Haag haben hier ein Weltklasseweingut aufgebaut.
Das Weingut wurde 1904 gegründet und erlebte mehrere Besitzerwechsel. Thomas Haag übernahm 1992 die Betriebsleitung und 1997 zusammen mit seiner Frau das ganze Gut. Unterstützt werden sie von der nächsten Generation Tochter Lara und Sohn Niklas. Es folgte eine komplette Sanierung und Erweiterung des Weingutes. Die Rebfläche umfasst heute 24 ha. Alle Weine werden spontanvergoren.
Bei unserem Besuch wurden gerade die neuen GGs abgefüllt und trotzdem nahm sich Thomas Haag die Zeit für Interview und Verkostung. Grandios.
Wir sind endlich wieder auf dem Weingut Dr. Loosen. Ernst Loosen ist eine der großen Persönlichkeiten in der deutschen, aber auch internationalen Weinszene. Seit er 1988 das Weingut übernommen hat, ist es mit diesem steil bergauf gegangen. Steillagenhaft eben. Ralf konnte ein sehr spezielles Paket gereifter Rieslinge mit Restsüße verkosten.
Ein sehr vergnügter Nachmittag an dem Ernst Loosen charmant aus dem Nähkästchen des Moselrieslings plauderte. Viel Vergnügen.
Burkhard ist heute in Eibelstadt in Franken. In der 5. Generation wird das Weingut Leininger heute von Florian Engelmann und Laura Majewski geführt. Der 10 ha große Betrieb stürmt in den letzten Jahren qualitativ nach oben. Mehr als 50% der Weinberge sind Steillagen mit teilweise 40 Jahre alten Reben. Diese wachsen auf Muschelkalk. Der Silvaner ist mit 40% mit Abstand die wichtigste Rebsorte. Es folgen Riesling, Scheurebe, Müller-Thurgau und die Burgunder. Die Lagen liegen in Eibelstadt (Kapellenberg und Mönchsleite), sowie in Randersacker (Sonnenstuhl). Die Trauben werden von Hand gelesen. Maischestandszeiten, Spontangärung, langes Hefelager und die Hand des Winzers machen das Terroir schmeckbar. Im heutigen On Tour liegt der Fokus eindeutig beim Silvaner.
»Ein Kunstwerk aus Boden, Lage, Jahrgang und den Menschen, die dahinterstehen«. Florian Engelmann
Der Wettbewerb wurde 2004 auf Initiative von Hermann Mengler ins Leben gerufen, damals noch als „Best of Gold“. Er gilt als wichtigstes, zugleich aber auch härtestes Turnier in Franken. Das Zepter wurde mittlerweile an Ralf Schwarz übergeben. Es erfolgten einige Neuerungen: Der neue Name lautet „Best of Franken“, und es wurden zwei neue Testgruppen aufgenommen. Die jetzt elf Testgruppen wurden erweitert um Sekte und Natur- und Orange-Weine. Sicherlich eine wegweisende Entscheidung. Zum zweiten Mal fand die Veranstaltung im romantischen Iphofen, im Hotel und Weingut Zehntkeller in einem grandiosen Ambiente statt. Im Zuge des Wettbewerbes verkosteten und prämierten über 50 Fachleute die dargereichten Weine an einem Tag. Ziel ist es die elf besten Weine in Franken zu finden, wobei den Siegern die Trophäen in Form eines 250 Millionen Jahre alten Ceratit Nodosus winken.
Wir staunen jedes Jahr aufs Neue über die Perfektion und Professionalität mit der diese logistische Meisterleistung erbracht wird. Die Preisverleihung nahmen Eva Brockmann und die Fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß zusammen mit den Weinpaten vor. Ein formidabler Abend, der dem fränkischen Wein den Rahmen bot, den er sich zweifelsohne verdient hat.
Großes Lob an das ganze Team um Ralf Schwarz, an Andreas Goepfert, an Bernd Küffner, an den Fränkischen Weinbauverband, an die Weinkönigin, die Weinprinzessinnen, die Weinprinzen und an Eva Brockmann.
Tags darauf ging es noch auf Exkursion ins Fränkische Weinland. Aber seht selbst…!
Burkhard ist heute zu Gast auf dem Weingut Ktima Gerovassiliou im Land Alexanders des Großen, Makedonien. Das Stammhaus von Evangelos Gerovassiliou liegt in der Nähe von Thessaloniki. Nach einem Studium an der Landwirtschaftsschule der Aristoteles-Universität Thessaloniki wechselte er an die Universität Bordeaux um Önologie, Weinbau, Weinverkostung und die Technologie von Weinbereitungsanlagen zu studieren. Das Familienweingut wurde von ihm 1981 wiederbelebt. Nach verschiedenen Stationen in Frankreich und Griechenland gründete er 1998 zusammen mit dem Önologen Vassilis Tsaktsarlis das Weingut Biblia Chora in Chavala. Eine neue Akquisition ist das Weingut Kokkalis in Skafidia in der Provinz Ilia. Die Weinberge liegen an den Hängen des Epanomi.
Der Boden ist hauptsächlich sandig mit einigen lehmigen Substraten, kalkhaltigen Felsen und Meeresfossilien und die Winter sind mild und die Sommer kühl. Ideale Bedingungen für den Weinbau. Es wird nur Lesegut aus dem eigenen Weingut verwendet, alle landwirtschaftlichen Arbeiten werden händisch verrichtet. Es werden griechische und internationale Rebsorten angebaut. Die Rebsorte Malagousia wurde fast im Alleingang von Evangelos Gerovassiliou gerettet, deren Wiederanbau er bereits vor 50 Jahren forcierte. Vasiliki Gerovassiliou, die Tochter des Hauses stellt Weine und Weingut sehr charmant vor.
Hier nochmal auf Englisch:
Welcome to today’s on-tour!
Burkhard is visiting the Ktima Gerovassiliou wineryin the land of Alexander the Great, Macedonia. The family estate of Evangelos Gerovassiliou is located near Thessaloniki. After studying at the Agricultural School of the Aristotle University of Thessaloniki, he transferred to the University of Bordeaux to study oenology, viticulture, wine tasting, and the technology of winemaking equipment. He revived the family winery in 1981. After various positions in France and Greece, he founded the Biblia Chora winery in Chavala in 1998 together with oenologist Vassilis Tsaktsarlis. A recent acquisition is the Kokkalis winery in Skafidia, in the Ilia province. The vineyards are located on the slopes of Mount Epanomi.
The soil is mainly sandy with some clayey substrates, calcareous rocks, and marine fossil and the winters are mild and the summers cool. Ideal conditions for viticulture. Only grapes from the estate’s own vineyard are used, and all agricultural work is done by hand. Greek and international grape varieties are cultivated. The Malagousia grape variety was almost single-handedly saved by Evangelos Gerovassiliou, whose replanting he promoted 50 years ago. Vasiliki Gerovassiliou, the daughter of the estate, presents the wines and winery in a charming way.
Ralf ist im Pannobileland, genauer gesagt in Gols, am Nordufer des Neusiedler Sees. Gernot Leitnerleitet das Familienweingut seit 2010 und ist ein eher ruhiger, ganz auf Qualität bedachter Weinmacher. Das Weingut ist seit 2020 bio-zertifiziert, und im Mittelpunkte stehen Terroirweine, die spontan vergoren werden und eine ganz klare eigene Handschrift zeigen.
Die Rieden Altenberg, Ungerberg, Salzberg sowie Schafleiten zählen zu den besten Lagen in Gols. Bei den Weißweinen steht der Weißburgunder im Mittelpunkt, bei den Roten konzentriert man sich auf Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent.
Das Weingut ist Mitbegründer der Pannobile-Vereinigung, die großartige, lang lagerbare Weine mit hohem Qualitätsanspruch erzeugt. Da machen wir aber nochmal eine Sendung drüber. Eine Offenbarung ist übrigens auch die TBA vom Riesling.
Burkhard ist heute in Homburg am Main. Das Weingut Huller ist ein sehr junges Weingut. 2009 haben Michael Huller und seine Frau Isabella mit 1 ha begonnen. Mittlerweile sind es 8 ha.
2010 erfolgte der Kauf des Anwesens in der Maintalstraße in Homburg. Seit 2020 Mitglied der Winzergruppe Frank & Frei. Michael hat es in seiner Lehrzeit sehr in die Ferne gezogen. Stationen in Kalifornien, der Toskana, aber auch bei anderen fränkischen Betrieben, unter anderem Paul Fürst. In den Lagen Homburger Kallmuth, Homburger Edelfrau, Erlenbacher Krähenschnabel, Schlossweinberg Collenberg wachsen auf Muschelkalk und Buntsandstein Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder, Domina, Rieslaner und Riesling. Ein Winzerpaar mit Herzblut.
Hallo zusammen,
heute haben wir nach längerer Zeit mal wieder ein What’s Up für euch. Wir waren beim Weingut Max Müller I und haben Christian Müller getroffen. Nach unserem Besuchim Jahr 2017 hat sich sehr viel im Weingut getan. So wurde es z.B. im Jahr 2021 in den VDP aufgenommen. Auch wurde die Rebfläche umgestaltet, so dass inzwischen ca. 60% mit Silvaner bestockt sind. Hier wird auch die Passion des Weingutes Max Müller I ausgelebt. Die Passion Silvaner. Zwar hat das Weingut auch Riesling, Weißburgunder oder Scheureben im Programm, aber die Liebe von Rainer und Christian liegt eindeutig beim Silvaner. Diesen können sie in vielen Variationen ausbauen und auch diese haben wir verkosten können.
Bei der Fassprobe angefangen, ging es über Guts und Ortsweinen zu den Lagenweinen und schließlich zu den GGs. Alles Silvaner, in Topqualität und einzigartiger Handschrift. Ein großes fränkisches Weingut mit großen Silvanern.
Eines wussten wir nach dem Besuch des Weingutes sicher. Dass wir auf jeden Fall nicht das letzte Mal Silvaner des Weingutes im Glas hatten. Viel Spaß bei Gucken und gönnt euch etwas Gutes dazu.
Wir sind in Unterloiben, Dürnstein beim Weltklasse-Weingut Alzinger. Seit 1983 gehört es zu den Spitzenweingütern in der Wachau. Ralf hatte Gelegenheit sehr präzise Grüne Veltliner und Rieslinge von Leo Alzinger zu verkosten, der den Betrieb zusammen mit seiner Frau Katharina Alzinger-Kittel leitet.
„Wir sind tief verwurzelt mit dem Anspruch, die Wachau präzise ins Glas zu bringen.“
So das Credo des Weingutes. Beim Probieren, angefangen beim 24er Dürnsteiner Federspiel Smaragd GV bis hin zum Riesling aus der Ried Steinertal bekommt man mit, was echter Terroirwein bedeutet. Da ist die Wachau, Präzision, Raffinesse und Komplexität drin. Dies spürt man vom Ortswein bis zu den Top-Rieden. Nicht zu vergessen die Handschrift von Leo Alzinger. Der Wein aus der Wachau ist Weltkulturgut. Nicht nur Getränk oder schnöder Rausch, sondern reine Kultur, welche Winzer, Jahrgang, Geschichte und Region widerspiegelt. So lange es solche Winzer gibt, wird er das auch bleiben.
Das Weingut F.X. Pichlerwird heute in siebenter Generation, von Lucas Franz Pichler und seiner Frau Johanna Elisabeth geführt. Die Rebfläche beträgt ca. 18 ha und besteht überwiegend aus steilen Bergterrassen aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
Ralf hatte das große Glück mit Lucas Pichler die ersten 24er und die großen Rieden probieren zu können. Der Riesling spielt hier eine ebenso große Rolle, wie der Grüne Veltliner. Die Weine tragen alle eine persönliche Handschrift, eine eigene stilistische Linie. In dem modernen und traditionellen Weingut wird Qualität zelebriert. Ein famoses Gespräch über die Geschichte des Weingutes, große Weine und wie man sie macht.
„F.X. Pichler is the Chateau Latour, Domaine de la Romanée-Conti, Zind-Humbrecht, Sandrone and Helen Turley of the Wachau.“ Robert Parker jr. The Wine Advocate
Wir können dies nur bestätigen. Nicht umsonst legen wir in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Wachau. Das Weingut F.X. Pichler ist eine Visitenkarte dieser durch Natur und Kultur geprägten Landschaft der Spitzenweine.